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                   Sozialkompetenz

durch Schulvertrag und Schülerehrung,

durch Streitschlichter und Sanitätsdienst

 

Das Ziel "Gewaltprävention" bzw. die Entwicklung unseres Schulvertrags nahm ihren Anfang im Herbst 1998. Damals fanden sich einige Lehrer der Grundschule Kitzingen- Siedlung unter der Leitung von Frank Hörner zusammen, um eine Arbeitsgemeinschaft zu gründen. Ziel dieser AG sollte sein, in unserer Schule ein Klima zu schaffen, in dem sich Eltern, Schüler und Lehrer wohlfühlen können.

Der Anlass für das Projekt "Schulvertrag"

In jeder Schule, so auch in unserer, entstehen Spannungen, die sich oft in konflikthaften Situationen, Streitereien und Gewalthandlungen (physischer und psychischer Natur) zwischen den Schülern entladen. Diese Schwierigkeiten belasteten Unterricht und Schulleben beträchtlich und zogen wichtige Energie aller Beteiligten (Schüler, Eltern, Lehrer, ... ) von den eigentlich zu erledigenden Aufgaben ab. Ein konkretes Beispiel: Fast nach jeder Pause ging, quer durch alle Klassen und Jahrgangsstufen, wertvolle Unterrichtszeit verloren, weil Streitereien verschiedenster Natur zu schlichten und zu besprechen waren.
Als besonders gravierend stellte sich heraus, dass es in unserer Schule viele unterschiedliche Reaktionen der einzelnen Lehrer auf Gewalt zwischen den Schülern gab. Eine konsequente und in weiten Teilen einheitliche Regelung war aber wünschenswert, um den Kindern einen Sicherheit vermittelnden Orientierungsrahmen zu geben.

Oberstes Ziel war, das Klima an der Schule so zum Positiven zu verändern, dass alle Beteiligten (Schüler, Eltern, Lehrer) sich in und mit der Siedlungsgrundschule wohl fühlen und Streitigkeiten minimiert werden.

Aus diesen Überlegungen heraus entstand schließlich unser Schulvertrag, den Schüler, Eltern und Lehrer zu Beginn jeden Schuljahres unterzeichnen. Er ist Grundlage unserer Monatsziele, wird immer wieder aufgegriffen und je nach Situation thematisiert. Am Ende jeden Halbjahres bekommen Schülerinnen und Schüler bei der Schülerehrung eine Auszeichnung für besonders lobenswertes Verhalten im Sinne unserer Schulfamilie.

 

 

Schulvertrag unserer Grundschule

Regeln des Schulvertrages

 

Damit auch alle Schüler die Regeln des Schulvertrages verstehen, werden die Regeln am Anfang des Schuljahres wiederholt und je nach Alter kindgemäß umschrieben:


1. Wir. Lehrer, Eltern und Schüler gehen höflich miteinander um.

Höflich heißt zum Beispiel, dass wir anderen die Tür aufhalten, oder freundlich "Guten Morgen" sagen, oder dass wir uns gegenseitig helfen.

2. Bei Streit oder Problemen sprechen wir offen mit dem Betroffenen.

Das heißt, dass wir es jemandem freundlich, aber deutlich sagen, wenn uns etwas nicht gefällt. Zum Beispiel: "Hör bitte auf mich zu schubsen! Ich will das nicht!"

3. Wir gehen rücksichtsvoll miteinander um.

Das heißt zum Beispiel, dass wir andere Kinder nicht auslachen oder dass wir jemanden trösten, der traurig ist.

4. Wir behandeln Einrichtungsgegenstände und fremdes Eigentum pfleglich.

Das heißt zum Beispiel, dass wir auf ausgeliehene Stifte oder Spiele so aufpassen, wie auf unsere eigenen Sachen und dass wir unsere Schule (Wände, Toiletten, Plakate,......) nicht beschmutzen oder beschädigen.

5. Unsere Schule ist unser Lebensraum. Wir helfen alle mit, sie schön zu gestalten und sauber und ordentlich zu halten.

Das heißt zum Beispiel, dass wir in unseren Zimmern und Gängen schöne Bilder aufhängen oder dass wir uns die Schuhe abputzen, bevor wir ins Zimmer gehen.

 

 

Maßnahmenkatalog

 

Folgender Maßnahmenkatalog zum Schulvertrag wurde unter Mitarbeit der Schüler von der AG "Gewaltprävention" erstellt und gilt für alle Kinder, die gegen die Regeln verstoßen. Dabei galt und gilt als Maxime: Pädagogische Maßnahmen gehen vor Ordnungsmaßnahmen.


Das geschieht beim Verstoß gegen die Regeln unserer Siedlungsschule:

  • Du schreibst einen Entschuldigungsbrief, wenn du einen Mitschüler beleidigst oder sehr geärgert hast.
  • Du schreibst die entsprechenden Regeln ab (z. B. Gesprächsregeln, Pausehofregeln, ... ), wenn du sie wiederholt nicht beachtet hast.
  • Du ersetzt oder reparierst grundsätzlich beschädigte Gegenstände (auch die der Mitschüler!).
  • Wenn du die Pausehofregeln nicht einhältst, verbringst du die Pause vor dem Lehrerzimmer.
  • Wenn du dich nicht an die Klassenregeln hältst, wirst du von besonderen Unternehmungen ausgeschlossen. (Wenn du andere in Gefahr bringst, auch vom Sport.)
  • Wenn du wiederholt gegen Regeln verstößt, erhalten deine Eltern eine schriftliche Nachricht darüber.
  • Wenn du mit Absicht Dinge beschädigst oder beschmutzt, musst du sie selber reinigen oder dabei helfen.
  • Kannst du einen Streit nicht selber friedlich lösen, musst du ihn mit dem betroffenen Schüler und dem Lehrer nachbesprechen.
  • Bei wiederholten, groben Verstößen gegen unsere Regeln, werden deine Eltern zum Gespräch mit der Schulleitung und allen Betroffenen bestellt.

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Schülerehrung

 

Eine aus dem Projekt erwachsene und für die Schulgemeinschaft mittlerweile wichtig gewordenen Einrichtung sind die Jahrgangsstufenversammlungen. Diese finden einmal im Halbjahr statt, jeweils kurz vor den Zeugnissen. Dort wird explizit mit allen Schülern besprochen, ob der Schulvertrag weiterhin wichtig ist, wo etwas gut läuft oder wo Probleme auftauchen.
Der zentrale Punkt dieser Versammlungen, an denen auch Elternvertreter, alle Lehrer und Vertreter der Presse teilnehmen können, ist die Ehrung von Schülern für herausragende Leistungen im sozialem Bereich.
Diese Kinder sollen in ihrem Verhalten bestärkt werden, sie sind nachahmenswertes Beispiel für alle anderen Schüler der Siedlungsgrundschule.
Außer der öffentlichen Belobigung und dem kräftigen Applaus der ganzen Schulgemeinschaft bekommen sie noch eine Urkunde verliehen und ein Buchgeschenk.


Die Öffnet internen Link im aktuellen FensterSchülerehrung ist fester Bestandteil unserer Schulkultur und wird auch in Zukunft weiter durchgeführt. Sie ist aus dem Projekt "Gewaltprävention" hervorgegangen und bereichert unseren Schulalltag.

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Streitschlichter - Projekt zu neuem Leben erweckt

 

Im Februar des Schuljahres 2015/16 absolvierten 14 Jungen und Mädchen aus den 3. und 4. Klassen erfolgreich die Streitschlichterausbildung im Rahmen eines Projekts. 14 frischgebackene "Mediatoren" und "Mediatorinnen", wie sie in der Fachsprache auch genannt werden, unterstützen seit Februar tatkräftig in orangefarbenen, leuchtenden Westen und mit einer Streitschlichtertasche bestückt, die Lehrkräfte u. a. in den Pausen beim friedlichen Lösen von Konflikten.

Bereits seit Anfang der 90er Jahre gibt es eine regelrechte "Schulmediationsbewegung". Mit zunehmenden Problemen im Bezug auf das Sozialverhaltens der Schüler sind Themen wie "soziale Erziehung" und der Erwerb "sozialer Kompetenzen" immer wichtiger.

Die letzten Jahre zeigten, dass dieses "Mediationsprojekt" das Miteinander aller an unserer Schule grundsätzlich verbessert hat. Nicht nur das Selbstwertgefühl und das soziale Engagement der ausgebildeten Mediatoren und Mediatorinnen ist gestärkt worden, sondern man kann auch ein verändertes Verhaltensmuster in Konfliktsituationen der Kinder beobachten, die als Streitende schon ein- oder mehrmals an einer Mediation teilgenommen haben.

Auch wenn sich vielleicht nicht alle Konflikte durch unsere tüchtigen Streitschlichter lösen lassen, ist der Schritt, den Kindern beim Aufzeigen von Lösungsstrategien mehr Eigenverantwortung zu übertragen, bestimmt der Richtige.

Text und Fotos: Ulrike Scheuernstuhl

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Juniorhelfer und Schulsanitätsdienst

 

Neben dem Schulvertrag und dem Faustlos-Programm trägt auch die Unterweisung der Schüler/innen in der „Ersten Hilfe“, der sogenannte „Juniorhelfer“ zu einem friedlichen Zusammenleben an der Schule bei.

Die Ausbildung der Schüler/innen leistet auch im Sinne einer Präventionsmaßnahme ihren Beitrag zu einem umsichtigen und fürsorglichen Umgang der Schüler/innen miteinander. Das Aufzeigen und Bewusstmachen von Unfallgefahren hilft den Schülern/innen im Schulalltag Gefahrensituationen zu erkennen und zu vermeiden.
Mit der Juniorhelfer-Ausbildung erhalten die Schüler/innen eine weitere Kompetenz nicht nur für die „gefahrlose“, sondern auch für die gewaltfreie Teilnahme am Schul- und Alltagsleben.

Nach einer Einführung in die Erste-Hilfe-Maßnahmen in der 2. Jahrgangsstufe und einer kurzen Wiederholung und Weiterführung des Unterrichtsstoffes am Anfang des 3. Schuljahres übernehmen die Schüler/innen der 3. und 4. Jahrgangsstufe paarweise in den beiden Pausenhöfen nach einem festgelegten Plan ihren Sanitätsdienst. Gut erkennbar durch gelbe Westen mit der Aufschrift „Schulsanitäter“ und ausgerüstet mit einer Erste-Hilfe-Tasche leisten die Juniorhelfer Hilfe bei kleineren Verletzungen und sorgen für die Betreuung verletzter Schüler/innen. Über die Hilfsmaßnahmen und Einsätze wird genau Buch geführt; fehlende Hilfsmittel wie Pflaster oder Taschentücher werden selbstständig von den Schüler/innen ergänzt. Meist hilft aber schon die fürsorgliche Anteilnahme der Schulsanitäter an der „Unfallsituation“ und nimmt den Schmerz der Mitschüler.

Für die Lehrkräfte finden regelmäßig Aus- und Fortbildungen in der Erteilung des Juniorhelfer-Unterrichtes und in der Anwendung des entsprechenden Unterrichtsmateriales statt.

Aber nicht nur in der Schule kommt die Juniorhelfer-Ausbildung zum Einsatz. Die ausgebildeten Schüler/innen nehmen auch außerhalb der Schule ihren Hilfsdienst wahr und unterstützen die Arbeit des Roten Kreuzes z.B. bei Veranstaltungen der Kinderakademie Kitzingen durch ihre aktive Teilnahme als Juniorhelfer.

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